Claudia Kern

Wenn im Gehirn kein Platz mehr ist, kommen die Worte ins Internet

Cabin Fever 2

Dieser Film ist schlecht. Er ist schlecht gespielt, schlecht geschrieben und schlecht inszeniert. Den Charakteren wünscht man bereits nach wenigen Minuten den Tod - ein Wunsch, der in vielen Fällen in Erfüllung geht - und es gibt keinen einzigen spannenden Moment. Okay, die Musik ist gut, ab und zu ist er ganz witzig, aber der Grund, warum ihn sich die Genre-Fans ansehen werden, ist ein anderer.

Ekel.

Wenn ich Ekel sage, meine ich nicht: “Ihhh, da fliegt ein Kopf!”, sondern “Kann jemand in dem ganzen Gematsche erkennen, ob da jetzt Blut oder Sperma aus dem Hoden spritzt?”.

Cabin Fever 2 ist der mit Abstand widerwärtigste Film, den ich in diesem Jahr gesehen habe. Sämtliche Öffnungen, über die der menschliche Körper verfügt, kommen zum Einsatz. Ständig kotzt jemand, es fallen Sätze wie “Has anyone seen my dick?” und gelegentlich verliert der eine oder andere Charakter auch mal ein Körperteil. So viele Ekelfaktoren in achtzig Minuten Film unterzubringen, verdient Respekt. Besser wird Cabin Fever 2 dadurch natürlich nicht, aber das Gesplattere steigert den Unterhaltungswert deutlich.

Einen Trailer habe ich leider nicht gefunden, aber auf Bloody Disgusting gibt es zwei Bilder, die sehr anschaulich zeigen, was euch in diesem Film erwartet. Empfehlen werde ich ihn definitiv nicht, denn, um es noch mal ganz klar zu sagen, dies ist ein schlechter Film, aber wer immer schon mal sehen wollte, wie jemand seine flüssig gewordenen Organe auskotzt, könnte keine bessere Wahl treffen.