Claudia Kern

Wenn im Gehirn kein Platz mehr ist, kommen die Worte ins Internet

Descent 2

Anscheinend gibt es Menschen, denen es Spaß macht, in dunklen Höhlen tief unter der Erde herumzulaufen und ekliges Getier im Licht einer Taschenlampe anzustarren. Dass das zu krassen Problemen führen kann, wissen wir ja bereits aus Descent. Im zweiten Teil führt das hingegen zu… na ja, krassen Problemen.

Descent 2 spielt nur zwei Tage nach Teil 1, und wer wie ich nur das britische Ende kennt, aber nicht das geänderte amerikanische, ist anfangs etwas verwirrt, weil eine Person, die ihr im Trailer seht, nicht mehr leben dürfte. Tut sie aber, denn im US-Ende fehlt ihr Ableben.

Kommen wir zur Handlung: Ein Freiwilligenteam, das von der unter Amnesie leidenden Sarah aus Teil 1 begleitet wird, sucht nach den verschollenen Frauen aus dem ersten Teil. Natürlich geht das nicht gut aus. Die Ungeheuer, die in dem Höhlensystem leben, haben immer noch Hunger und fangen an, das Team nach und nach zu dezimieren.

Leider erreicht der Film weder die Klaustrophobie, noch die Spannung des ersten, was schade ist. Er bewegt sich auf dem Niveau einer Geisterbahnfahrt, man wartet nur auf den nächsten Schockeffekt. Ein paar Szenen sind trotzdem sehr gelungen, es gibt zwei echte Überraschungen und einige unangenehme Todessequenzen.

Als würdige Fortsetzung würde ich Descent 2 zwar nicht bezeichnen, aber gefallen hat er mir. Nach Mutants hing meine Messlatte allerdings auch so tief, dass mir jeder Film mit nachvollziehbarer Handlung und einigermaßen logisch denkenden Protagonisten wie der nächste Citizen Kane erschienen wäre.